Die internationalen Eishockey-Regeln

Regel 612 - Faustschläge oder übertriebene Härte

12.04.2004

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Eishockeyregeln


Regel 612 - Faustschläge oder übertriebene Härte

a) Eine Matchstrafe muß gegen jeden Spieler verhängt werden, der anfängt, Faustschläge auszuteilen.

b) Ein e kleine Strafe muß gegen jeden Spieler verhängt werden, der sich mit einem Schlag oder versuchten Schlag rächt, nachdem er geschlagen wurde. Es liegt jedoch im Ermessen des Schiedsrichters eine doppelte kleine Strafe, eine große Strafe oder eine Matchstrafe zu verhängen, wenn ein solcher Spieler den Streit fortsetzt.

Note 1: Mit dieser Regel soll bezweckt werden, daß der Schiedsrichter die Matchstrafe in all jenen Fällen verhängt, in denen der Anstifter der Schlägerei oder der Spieler, der dabei Vergeltung übt, auch der Angreifer ist.

Note 2: Dem Schiedsrichter wird bei der Bemessung der unter diese Regel fallenden Strafen sehr große Freiheit gewährt. Dies geschieht mit Absicht, um ihm die Möglichkeit zu geben, einen Unterschied zwischen den Verantwortlichkeiten der einzelnen Beteiligten, sowohl beim Beginn der Schlägerei, als auch bei deren Fortgang zu machen. Der Schiedsrichter muß hierbei von seiner Entscheidungsfreiheit Gebrauch machen.

c) Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, eine kleine oder doppelte kleine oder eine große Strafe gegen einen Spieler zu verhängen, den er für schuldig hält, unnötig hart zu spielen.

Wurde nach dieser Regel eine große Strafe verhängt, ist automatisch zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zu verhängen.

d) Eine Disziplinarstrafe oder Spieldauer-Disziplinarstrafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der an einer Schlägerei außerhalb des Spielfeldes teilnimmt. Wenn sich ein Spieler auf dem Spielfeld und ein andere Spieler außerhalb davon befindet, sind für die Anwendung der obigen Regelabschnitte a) und b) beide Spieler als „auf dem Spielfeld" zu betrachten.

e) Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ist gegen jeden Spieler oder Torhüter, der sich als erster in einen im Gange befindlichen Streit einmischt, zu verhängen. Diese wird zusätzlich zu jeder anderen Strafe ausgesprochen, die bei dem gleichen Vorfall verhängt wird.

Note: Bei der Anwendung dieser Regel kann es sich nur dann um einen heftigen Streit handeln, wenn mindestens eine kleine oder große Strafe verhängt worden ist. Die Festsetzung einer Strafe begründet jedoch nicht ohne weiteres das Vorliegen eines „heftigen Streites"; dies zu entscheiden liegt vielmehr im Ermessen des Schiedsrichters.

f) Gegen jeden Spieler, der in einer Rauferei oder Auseinandersetzung absichtlich seine(n) Handschuh(e) auszieht, muß eine Disziplinarstrafe verhängt werden, sofern nicht bereits eine Spieldauer-Disziplinarstrafe oder eine Matchstrafe gegen ihn ausgesprochen wurde.

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