Die internationalen Eishockey-Regeln

Regel 608 - Spielverzögerung

12.04.2004

Startseite

Eishockey

Eishockeyregeln


Regel 608 - Spielverzögerung;

a) Eine kleine Strafe ist gegen jeden Torhüter zu verhängen, der einen Puck direkt aus dem Spielfeld schiesst. Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der den Puck absichtlich aus dem Spielfeld schiesst. Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler oder Torhüter zu verhänge, der den Puck mit der Hand aus dem Spielfeld wirft oder mit dem Stock absichtlich aus dem Spielfeld schlägt.

Eine kleine Bankstrafe ist gegen eine Mannschaft zu verhängen, die nach Erzielung eines Tores mehr als einen zusätzlichen Spielerblock (Wechsel) auf das Spielfeld schickt.

Note: Die Strafen nach diesem Abschnitt sind auch während einer Spielunterbrechung zu verhängen.

b) Eine kleine Strafe muß gegen jeden Spieler (einschließlich Torhüter) verhängt werden, der das Spiel dadurch verzögert, dass er absichtlich einen Torpfosten aus seiner normalen Position verschiebt. Der Schiedsrichter oder die Linienrichter müssen das Spiel sofort unterbrechen, wenn ein Torpfosten verschoben worden ist.

Wenn die oben beschriebene Verzögerung durch einen Spieler oder Torhüter der verteidigenden Mannschaft während der beiden letzten Spielminuten in ihrer eigenen Verteidigungszone verursacht wird, oder zu einem Zeitpunkt während der Verlängerung, muß gegen die schuldige Mannschaft ein Strafschuss ausgesprochen werden.

Wenn während eines plötzlichen Gegenangriffs durch einen Torhüter oder Spieler der Torpfosten absichtlich verschoben wird, muß der schuldlosen Mannschaft ein Strafschuss zugesprochen werden. Sollte dieser Regelverstoß geschehen, während sich sechs Feldspieler (und kein Tormann) auf dem Spielfeld befinden, muß der schuldlosen Mannschaft ein Tor zugesprochen werden.

Note: Ein Spieler im plötzlichen Gegenangriff ist ein den Puck führender Spieler, der keinen Gegner zwischen sich und dem gegnerischen Tor hat und eine aussichtsreiche Torchance hat.

c) Eine kleine Bankstrafe muß gegen eine Mannschaft verhängt werden, die nach Verwarnung ihres Kapitäns durch den Schiedsrichter, die korrekte Zahl von Spielern auf dem Spielfeld zu stellen und das Spiel zu beginnen, der Aufforderung des Schiedsrichters nicht nachkommt und durch zusätzlichen Austausch oder sonstwie versucht, das Anspiel zu verzögern.

d) Der Puck ist stets in Bewegung zu halten.

e) Außer wenn der Puck einmal hinter ihr Tor geführt werden soll, muß die in ihrer eigenen Verteidigungszone im Besitz des Pucks befindliche Mannschaft den Puck auf das gegnerische Tor hin vorwärts bringen, es sei denn, dass sie daran durch Spieler der gegnerischen Mannschaft gehindert wird.

Beim ersten Verstoß gegen diese Regel muß das Spiel unterbrochen und ein Einwurf an einem Endanspielpunkt beim Tor jener Mannschaft, durch welche die Unterbrechung verursacht wurde, vorgenommen werden. Der Schiedsrichter muß den Kapitän der schuldigen Mannschaft auf den Grund des Einwurfs aufmerksam machen. Bei einem zweiten Verstoß durch einen Spieler der gleichen Mannschaft während des gleichen Spieldrittels muß gegen den Spieler, der die Regel verletzt hat, eine kleine Strafe verhängt werden.

f) Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler, einschließlich Torhüter zu verhängen, der den Puck mit dem Stock, den Schlittschuhen oder mit seinem Körper längs der Banden auf eine Weise hält, befördert oder spielt, dass dadurch eine Spielunterbrechung verursacht wird, es sei denn, er wird von einem Gegner direkt behindert.

g) Ein Spieler außerhalb seiner Verteidigungszone darf den Puck nicht rückwärts in seine eigene Verteidigungszone führen oder passen, mit der Absicht, das Spiel zu verzögern; ausgenommen, wenn seine Mannschaft auf dem Spielfeld zahlenmäßig schwächer als die gegnerische Mannschaft ist.

h) Bei einem Verstoß gegen diese Regel hat der Einwurf am nächsten Endanspielpunkt in der Verteidigungszone der schuldigen Mannschaft zu erfolgen.

i) Wenn eine Mannschaft nach 15 Minuten ab Beginn der Pause nicht bereit ist, das Spiel fortzusetzen, ist gegen die schuldige Mannschaft eine kleine Bankstrafe wegen Spielverzögerung zu verhängen.

<< zurück weiter >>