Die internationalen Eishockey-Regeln

Regel 205 - Spielerwechsel

11.02.2004

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Eishockeyregeln


Regel 205 - Spielerwechsel

a) Spieler können jederzeit von den Spielerbänken ausgewechselt werden unter der Voraussetzung, daß der oder die Spieler, die das Spielfeld verlassen wollen, sich innerhalb einer imaginären Fläche befinden, welche sich höchstens 3 m von der Bande und auf die Länge der Spielerbank beschränkt ist, und sie sich außerhalb des Spielergeschehens befinden, bevor irgendein Wechsel stattfinden kann.

Bei einer Verletzung dieser Regel wird eine kleine Bankstrafe für „zu viele Spieler auf dem Eis" gegen die schuldige Mannschaft ausgesprochen.

Ein Torhüter kann jederzeit ausgewechselt werden, wenn die oben angegebenen Bestimmungen eingehalten werden.

Note 1: Wenn ein Torhüter seinen Torraum verlässt und zu seiner Spielbank geht, um einen anderen Spieler auszuwechseln, ist der hintere Linienrichter dafür verantwortlich, festzustellen, daß der Ersatzmann nicht vorzeitig die Bank verlässt (ehe sich der Torhüter innerhalb der 3 m von der Bank entfernt befindet). Sollte der Wechsel vorzeitig erfolgen, hat der Linienrichter das Spiel sofort durch Pfeifsignal zu unterbrechen, sofern nicht die schuldlose Mannschaft im Besitz des Pucks ist; in einem solchen Fall wird die Unterbrechung hinausgeschoben, bis der Puck den Besitzer wechselt. Gegen die Mannschaft, die den vorzeitigen Wechsel vornimmt, darf keine Strafe verhängt werden, doch hat das folgende Anspiel am Anspielpunkt in der Mitte des Spielfeldes zu erfolgen.

Der Schiedsrichter muß veranlassen, daß der offizielle Sprecher folgende Mitteilung durchgibt: „Das Spiel wurde unterbrochen, weil beim Spielerwechsel ein Spieler die Spielerbank vorzeitig verlassen hat."

Note 2: Falls im Verlauf des Spielerwechsels der das Spielfeld betretende Spieler den Puck mit dem Stock, mit den Schlittschuhen oder mit den Händen spielt, einen Spieler der gegnerischen Mannschaft checkt bzw. körperlich berührt, während sich der ausscheidende Spieler noch auf dem Spielfeld befindet, wird diese Regelverletzung mit der Begründung „zu viele Spieler auf dem Spielfeld" bestraft.

Falls beim Spielerwechsel der das Spielfeld betretende oder der das Spielfeld verlassende Spieler zufällig vom Puck getroffen wurde, wird das Spiel nicht unterbrochen und es wird keine Strafe verhängt.

Note 3: Torhütern ist es nicht gestattet, während einer Spielunterbrechung zur Spielerbank zu gehen, ausgenommen im Fall ihres Austausches oder während einer AUSZEIT. Bei einem Verstoß gegen diese Regel ist eine kleine Strafe gegen den Torhüter zu verhängen.

b) Wenn in den letzten zwei Minuten des Spieles oder zu irgend einem Zeitpunkt während der Verlängerung wegen vorsätzlichen regelwidrigen Spielerwechsels (zu viele Spieler auf dem Eis) eine kleine Bankstrafe ausgesprochen werden müsste, wird statt dessen gegen die schuldige Mannschaft ein Strafschuss verhängt. Die kleine Bankstrafe muß nicht zusätzlich verbüßt werden (siehe Regel 406 d) - Strafschuss).

c) Ein Spieler, der auf der Strafbank seine Strafe verbüßt und der ausgewechselt werden soll, nachdem seine Strafe abgelaufen ist, muß sich sofort über das Spielfeld im Spielfeld zur Spielerbank begeben und dort ankommen, bevor irgendein Wechsel stattfinden kann.

Bei Verletzung dieser Regel muß eine kleine Bankstrafe verhängt werden.

d) Falls ein Wechsel des regulären Torhüters während einer Spielunterbrechung vorgenommen wird, darf ein solcher regulärer Torhüter das Spielfeld erst nach der anschließenden ersten Spielunterbrechung wieder betreten.

Bei Verletzung dieser Regel ist gegen den Torhüter, der rechtswidrig ins Spiel zurückkehrt, eine kleine Strafe zu verhängen. Dem Ersatztorhüter wird keine Aufwärmzeit gewährt.

e) Bei einem während einer Spielunterbrechung stattfindenden Spielerwechsel nimmt der Schiedsrichter für den folgenden Einwurf die normale Stellung ein. Hierauf gewährt der Schiedsrichter der Gastmannschaft einen Zeitraum von fünf Sekunden, um einen Spielerwechsel vorzunehmen. Nach Ablauf der fünf Sekunden hebt der Schiedsrichter einen Arm, um damit anzuzeigen, daß die Gastmannschaft keine(n) Spieler mehr austauschen darf.

Mit dem noch immer erhobenen Arm erlaubt der Schiedsrichter der Heimmannschaft einen Zeitraum von fünf Sekunden, um einen Spielerwechsel vorzunehmen. Nach Ablauf der fünf Sekunden lässt der Schiedsrichter den Arm fallen, um damit anzuzeigen, daß die Heimmannschaft keine(n) Spieler mehr austauschen darf.

Wenn eine Mannschaft versucht, nach der ihr zur Verfügung stehenden Zeit einen Spielerwechsel vorzunehmen, muß der Schiedsrichter den (die) Spieler auf die Bank zurückschicken. Jeder darauffolgende Verstoß gegen diesen Vorgang, ungeachtet, zu welchem Zeitpunkt während des Spieles er stattfindet, zieht nach dieser Regel eine kleine Bankstrafe nach sich.

Ein Spielerwechsel kann sich auf bis zu sechs Spieler erstrecken. Ein Austausch eines Spieler gilt nach dieser Regel als Spielerwechsel.

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