Die internationalen Eishockey-Regeln

Regel 203 - Spieler in Ausrüstung

11.02.2004

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Eishockeyregeln


Regel 203 - Spieler in Ausrüstung

Auf den Uniformen der Spieler dürfen ohne die schriftliche Bewilligung (a) der IIHF hinsichtlich der IIHF-Meisterschaften oder (b) der nationalen Eishockeyverbände hinsichtlich unter ihrer Kontrolle stehenden Spieler keine anderen als die in diesen Regeln vorgesehenen Werbeaufschriften und/oder Markenzeichen aufscheinen. Sofern hierfür die Erlaubnis, wie oben erläutert, vorliegt, dürfen auf den Spieleruniformen Werbeaufschriften und/ oder Markenzeichen angebracht werden.

a) Bei Spielbeginn hat der Mannschaftsleiter oder Trainer jeder Mannschaft die Namen der Spieler und Torhüter einzutragen, die zur Teilnahme am Spiel berechtigt sind. Erlaubt sind höchstens 20 Spieler plus 2 Torhüter.

b) Jeder Spieler muß auf dem Rücken seines Dresses eine individuelle Spielernummer tragen, welche eine Höhe von 20 bis 25 cm betragen muß. Auf beiden Ärmeln werden die Spielernummern, mit einer Höhe von 8 cm, getragen, welche mit den Nummern auf dem Rücken übereinstimmen müssen.

Die Nummern auf den Spielerdressen sind auf die Zahlen von 1 bis einschließlich 99 beschränkt.

Note 1: Falls das Haar eines Spielers seinen Namen oder die Nummer verdeckt, muß es in den Helm gesteckt oder zusammengebunden getragen werden.

Note 2: Der Dress muß so getragen werden, daß es über die Spielerhosen reicht.

Note 3: Bei IIHF-Meisterschaften muß jeder Spieler seinen Namen, mit 8 cm hohen, lateinischen Großbuchstaben aufgedruckt haben. Der Namenszug muß auf dem oberen Teil des Rückens angebracht sein.

c) Alle Spieler der gleichen Mannschaft müssen einheitlich ausgerüstet sein, was die Farbe der Helme (Torhüter ausgenommen), Dressen, Hosen und Strümpfe betrifft. Dressen und Strümpfe müssen die gleiche Farbe haben. Der jeweilige Uniformteil muß zu ca. 80 % in der Grundfarbe gehalten sein (ausgenommen die Nummern und Namen der Spieler auf den Dressen).

Spieler, die dieser Anordnung zuwiderhandeln, dürfen nicht am Spiel teilnehmen. Ungeachtet dessen ist es dem Torhüter gestattet, einen Helm in einer anderen Farbe zu tragen als die übrige Mannschaft.

d) Eine Liste mit den Namen und Nummern aller zu Spiel zugelassenen Spieler und Torhüter ist vor Spielbeginn dem Schiedsrichter oder dem offiziellen Punktrichter auszuhändigen. Nach Spielbeginn sind keine Änderungen oder Ergänzungen der Liste mehr erlaubt.

e) Jeder Mannschaft ist es gestattet, jeweils einen Torhüter auf dem Spielfeld zu haben. Der Torhüter kann vom Spielfeld entfernt und durch einen Feldspieler ersetzt werden. Dieser Ersatzfeldspieler hat nicht die Vorrechte eines Torhüters.

f) Jede Mannschaft muß einen Ersatztorhüter auf ihrer Bank oder auf einem Stuhl neben der Bank haben; dieser Ersatztorhüter muß stets voll ausgerüstet und einsatzbereit sein.

Note: Die nationalen Verbände können diese Regel für die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Spiele modifizieren.

Der Ersatztorhüter darf jederzeit nach einer Spielunterbrechung an dem Spiel teilnehmen, doch ist kein Aufwärmen erlaubt (siehe Regel 205 - Spielerwechsel).

g) Mit Ausnahme des Falles, wo beide Torhüter aktionsunfähig sind, hat kein auf dem Spielbericht des betreffenden Spieles stehender Spieler das Recht, die Torhüter-Ausrüstung zu tragen.

h) Wenn nach Auffassung des Schiedsrichters die Dressenfarben der am Spiel teilnehmenden Mannschaften sich derart gleichen, daß Fehlentscheidungen durch den Schiedsrichter oder den Linienrichter möglich sind, hat bei allen Spielen die Heimmannschaft die Pflicht, auf Verlangen des Schiedsrichters ihre Dressen zu wechseln.

Note: Die nationalen Verbände können eigene Bestimmungen bezüglich der Anzahl der Spieler, Farben der Spielerkleidung oder Wechsel der Spielerkleidung erlassen.

i) Ist es einer Mannschaft während eines Spieles aufgrund von Strafen, Verletzungen usw. nicht mehr möglich, die nach diesen Regeln erforderliche Zahl von Spielern in Ausrüstung auf das Spielfeld zu bringen, bleibt dem Schiedsrichter keine andere Wahl, als das Spiel für abgebrochen erklären, und der Fall ist den zuständigen Verbandsstellen zur Einleitung weiterer Maßnahmen zu übergeben.

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