Die Geschichte des Eishockeys

30.04.2004

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Eishockey

Eh.-Geschichte


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Soldatisches Freizeitvergnügen. Neben dem gegen Ende des 18. Jahrhunderts aufkommenden "Bandy" (eine mit einem Ball auf Eis gespielte Art Feldhockey) gilt im allgemeinen das bei französischen und englischen Kolonialsoldaten in Nordamerika beliebte "Shinney" als unmittelbarer Vorgänger des Eishockeys. Die Legende will es, daß eine im Winter 1856 in Kanada stationierte britische Militäreinheit, die "Royal Canadian Rifles", den entscheidenden Anstoß zur Fortentwicklung des ursprünglich auf Land ausgetragenen Schlagballspiels gab. Als die Soldaten in den Hafenbecken von Kingston und Halifax das Schlittschuhlaufen erlernten und ihnen dieses auf die Dauer zu langweilig wurde, verlegten sie kurzerhand das ihnen bereits bekannte "Shinney" aufs Eis. Was dabei herauskam, war in seiner Frühform ein wahrhaft wildes Spektakel. Gespielt wurde nicht selten Kompanie gegen Kompanie, ohne Torwart, ohne Zeitlimit und ohne Reglement.

Es waren Studenten der McGill-Universität in Montreal, die aus diesem Tohuwabohu ein Spiel mit festen Regeln formten und damit den endgültigen Schritt vom "Shinney" zum modernen Eishockey vollzogen. Sie beschränkten unter anderem die Zahl der Spieler auf neun Mann pro Team, führten den Torwart ein, ersetzten den vorher noch üblichen Ball durch eine kleine, flache Holzscheibe und verlegten das Spiel in die Halle.

Der Siegeszug des Eishockeys Das erste offiziell verzeichnete Eishokkeyspiel der Geschichte fand schließlich am 3. März 1875 im Victoria-SkatingRink in Montreal zwischen zwei Teams der McGill-Universität statt. Trotz neu eingeführtem Regelwerk: Zimperlich ging es auch hier nicht zur Sache, die Studenten "arbeiteten" bereits hart an jenem Raufbold-Image, das der Eishockeysport bis heute nicht gänzlich abgelegt hat. So berichtete die Kingstoner Zeitung "Daily British Whig" über übel zugerichtete Schienbeine, eingeschlagene Schädel und zertrümmerte Sitzbänke. Die weiblichen Zuschauer sollen angesichts der vorgetragenen Roheiten "verwirrt" die Flucht ergriffen haben.

Die Resonanz war dennoch überwältigend. innerhalb eines Jahres wurden allein in Montreal fünf Vereine gegründet, bereits 1885 nahm in Kingston die erste Liga ihren regulären Spielbetrieb auf - der Siegeszug des Eishockeys war fortan nicht mehr aufzuhalten. Heute sind es Weltweit etwa 1,5 Millionen Menschen, die sich der schnellsten Mannschaftssportart der Welt verschrieben haben, ein Drittel davon allein in Kanada. Wer würde angesichts solcher Übermacht noch daran zweifeln Wollen, daß die Wiege des Eishockeysports in Kanada stand?


Quelle: unbekannt. Ich habe diesen Text irgendwann irgendwo in den Weiten des Interents gefunden.

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