Prunksitzung beim JRK Inheiden

12.04.2004

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Aktivitäten

Der EFC unterwegs

Den EFC und das JRK Inheiden verbinden nicht nur die „Familienbande Stein“, sondern auch verschiedene Aktionen der lezten Jahre

So nahmen wir nicht nur beim Spiel ohne Grenzen oder der Touristikfahrt teil, sondern brachten uns bzw. unsere Künste aktiv bei den traditionellen Prunksitzungen der Jahre 1995 bis 1998 ein. Schauen wir einmal zurück auf die Jahre `95 bis `97:

Beflügelt vom Erfolg der „Alk-Parade“ beim „Spiel ohne Grenzen" 1994, präsentierten wir 1995 die „Mini-Maxi-Playback-Show“, eine Persiflage auf die „Mini-Playback-Show“, die damals mit Mareike Amado (wer?) bei RTL lief.

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„Alk-Parade“

Unser heutiger Vorsitzender Ricky Scherf machte die „Sachsen-Mareike“ und leitete sächselnd und witzig durch das viertelstündige Programm. Vielleicht wißt Ihr ja noch, wie die Original-Sendung so ablief. Bei uns war es so, daß auf der Bühne immer entsprechend der folgenden Aufführung ein oder zwei Personen erschienen und die Fragen von „Mareike“ beantworteten. Das war die witzige Einleitung für das folgende Geschehen. Andere Akteure schlüpften dann in die Rolle der nachzumachenden Stars.

Bernd Bender machte damals einen auf „Heintje“ und rief ganz rührend und herzerweichend nach seiner „Mama“. Der Saal jedenfalls tobte und das war erst der Auftakt gewesen. Noch heißer wurde es bei „Blümchen“ und dem Song „Weil ich ein Mädchen bin“. Wer anderes als Alexander Prost, unser Sportwart hätte diese Rolle besser übernehmen und interpretieren können. Alex unser „Macho“ im Mini-Rock verrenkte sich zwar fast alle Knochen, aber er hielt tapfer durch und das trotz relativ kurz zurück liegender Knieoperation. Der Knaller des Abends waren aber „Michael & Michael“ und der Song „Eine Reise auf den Wolken" mit Marcel Zidek und Dirk Reitz in den ausführenden Rollen. Die Vorführung war so perfekt, daß wir anschließend vom echten Michael, der ebenfalls im Saal war, ein Körbchen Bier ausgegeben bekamen. Für alle, die es nicht wissen: „Michael & Michael„ sind ein einheimisches Duo, die damals eben genau dieses Lied auf CD herausgebracht hatten.

Zum Abschluß präsentierten wir die „Kelly-Family“ live on stage auf der Bühne in Inheiden. Das beste waren die Kostüme: Gefertigt aus herkömmlichen Putzlumpen, Kartoffel- und Pfeffersäcken. Der Applaus des Publikums und die Faschingsorden waren uns gewiß.

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Die „Kelly-Family“

Im Jahr 1996 machten wir bei der JRK-Prunksitzung kein eigenes Programm, sondern beteiligten uns mit verschieden Akteuren an diversen Programmpunkten. Michael Stein, Martin Schwab, Alexander Prost und Enrico Timm traten unter dem Motto „Power to the Bauer“ als Bauern und Bäuerinnen zusammen mit Aktiven des JRK beim Square Dance auf. Wochenlanges Einstudieren und das Entwickeln von Taktgefühl hatte sich, wie der Applaus bewies, wieder einmal gelohnt. Das war jedoch noch nicht alles im Jahr 1996 bei der Faschingskooperation von EFC und JRK. Der Gefangenenchor aus der Verdi-Oper „Nabuco“ wurde auf der Bühne dargebracht. Das wurde eine feuchte Angelegenheit, denn es wurde nicht gesungen (was vielleicht noch schlimmer gewesen wäre), sondern gegurgelt.

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Der Gefangenenchor

Hier nahmen von Seiten des EFC Michael Stein, Dirk Reitz und Andreas Schmid teil.

Wir brachten diese ganz und gar nicht leichte Aufführung souverän hinter uns, obwohl die eine oder andere Fontäne doch deutlich höher als geplant zu sehen war. Jedenfalls konnten wir das Verschlucken und Lachen lange genug hinauszögern.

1997 gab es wieder zwei eigene „EFC-Programmpunkte“. Guido Salzwedel, der bekennende Sauerländer unter unseren Mitgliedern trat in diesem Jahr erstmals als der „doofe Sauerländer“ in die Bütt. Cool und wie aus der Pistole geschossen kam Gag auf Gag und der Saal lag flach. Auch im richtigen Leben ist Guido ja nicht gerade auf den Mund gefallen, aber was er hier ablieferte, war aller Ehren wert. Zum Schluß verteilte er sogar noch einen original Sauerländer Faschingsorden an Thomas Stein, den Chef des JRK: Eine Büchse Veltins.

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Guido Salzwedel als „doofer Sauerländer“

Mittlerweile ist Guidos Beitrag bei der Prunksitzung Tradition - der Sauerländer in Inheiden ist nicht mehr wegzudenken.

Im Showteil setzten wir auf das was wir können: Playback-Show. Frederic Scherf führte wie immer gekonnt durch die Playback-Hitparade, die auch in diesem Jahr keine Wünsche offen ließ. Als erstes führten Enrico Timm und Dirk Reitz mit ihren 3 „Go-Go-Girls“ Anja Kullbach, Anika Lindenthal und Ricarda Scherf den damaligen Tanz des Jahres auf: „Maccarena“.

Schließlich wechselten wir zum deutschen Liedgut und brachten Toni Marschall auf die Inheidener Bühne. Die „schöne Maid“ präsentierte Andreas Schmid.

In ungehemmter und unbeeindruckter Manier brachte Christian Kullbach seinen ersten Auftritt als „Blümchen“ - immer gern genommen - hinter sich. Der „kleine Satellit“ brachte die Halle zum Kochen.

Volkstümliches darf natürlich bei solch einer Playback-Show nicht fehlen. Diesen Part brachten Andreas Schmid (in Lederhose) und Anja Kullbach (im Dirndl) auf die Bretter aller Peinlichkeiten. Als „Rudi & Vreni“ sangen sie „Unser Bernhadiner“. Aber richtig los ging es erst, als Enrico Timm als sabbernder Hund auf der Bühne erschien und auch noch „sein Geschäft erledigte“.

Viel nackte Haut und einen „schwarzen Neger“ gab es bei dem Gute-Laune-Hit „Vamonos“ zu sehen. Es tanzten in engen Bikinis Alexander Prost und Christian Kullbach auf der Bühne. Dazu der „Neger“ Raffael Klink und Dirk Reitz im Baströckchen. Als Dirk zum Schluß das Röckchen fallen ließ und nur noch mit Krokodil-Lätzchen dastand bebte der Saal.

Der letzte Programmpunkt der Show war Ricky himself mit „Black or White“. „Jacko“ wäre im Boden versunken, wenn er gesehen hätte, wie gekonnt unser heutiger Vorsitzender das Original glatt überbot und ihn zum Statisten degradierte.

Als Zugabe gab es ein für Stadionbesucher bekanntes Lied: „Iha Iha Iha Hoo“. Alle Akteure gaben hier noch einmal alles und präsentierten einen Tanz, dessen Choreographie uns einige Kopfzerbrechen bereitet hatte. Aber an diesem Abend klappte eigentlich alles und alle liefen in die geplante Richtung.

Zum Schluß kann man nur sagen, daß wir allen Akteuren danken, daß sie sich in all den Jahren zum „Affen machen ließen“ und so tolle Programme auf die Bühne gezaubert haben.

Es ist auch immer wieder erstaunlich, welche Talente doch bei dem einen oder anderen zu entdecken sind.

Andreas Schmid