Das Turnier in Haldenwang 2000

12.04.2004

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Der EFC unterwegs

Eigentlich müßte man über dieses Turnier den Mantel des Schweigens hüllen. Nicht wegen uns, sondern wegen der absolut katastrophalen Organisation und den Vorkommnissen in Haldenwang. Aber gerade deswegen ist dieses Turnier eine Erwähnung wert. Wir hatten das Turnier im Allgäu zu dem Top-Ereignis für den Fanclub im Jahr 2000 auserkoren. Unser Kassenwart kam sogar mit seiner Familie aus dem Urlaub direkt an den Ort des Geschehens, während der Rest mit einem PKW und einem Ford-Bus nachkam. Als wir schließlich so gegen 23.00 Uhr komplett im tiefsten Bayern angekommen waren, die Zelte aufgebaut und unsere mitgebrachten Steaks gegrillt hatten, ließen wir uns im Zelt sehen und sahen der Ankunft unserer Duisburger Freunde entgegen. Von Party weit und breit keine Spur...

Am nächsten Morgen erwarteten wir ein Frühstück, aber es gab keines. Die Dusche und Toilette wurde dann endlich so gegen 9.30 Uhr geöffnet, was auch dringend Not tat. So etwas hatten wir nicht erwartet.

Auch der Versuch, ein Frühstück im Ort zu organisieren gelang nur sehr kümmerlich, denn der einzige Laden im Ort war eine Tankstelle mit stark begrenztem Angebot. Schließlich wunderten wir uns über die Ruhe der Gastgeber: Kaum ein Helfer war da, die Tore noch nicht vollständig vorhanden, die Plätze nicht abgestreut... Achja, als „Frühstück“ gab es dann so ab 11:00 Uhr Weißwurst. Scheinbar gehen im Allgäu doch die Uhren etwas anders.

Vom Fußballturnier selbst gibt es nicht viel zu erzählen, außer daß die eine oder andere Mannschaft den Fußball wieder mal viel zu ernst nahm (so wie wir das früher auch gern getan hatten) und der Spaß auf dem Platz auf der Strecke blieb.

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Das Turnier in Haldenwang

Nach diesem von ungeplanten Ereignissen reichen Tag, entschieden wir uns abends zunächst für den Besuch des örtlichen Schwimmbades. Das Becken wurde vermutlich mit Gletschereis gespeist - sooooo kalt war es!!! Nach dem Duschen ging es zum Essen, wir hatten für uns einen Tisch in der Gaststätte gemietet - eines der wenigen Highlights an diesem Wochenende.

Abends traf man sich im Zelt zum Feiern. Das ging so lange gut, bis ein angetrunkener Discjockey meinte, er müsse mit der Musikauswahl die Leute ein bißchen ärgern und nach dem gut gemeinten Versuch, ihn beim Anheizen der Stimmung zu unterstützen, rumpöbelte und die Leute beleidigte. Das hatten wir und auch unsere Duisburger Freunde nicht nötig und so verließen wir das Zelt geschlossen und feierten - sehr zum Verdruß der Gastgeber - recht provokant vor dem Zelt unsere Privatfete. Da sich quasi alle Anwesenden der „Duisburg-Inheiden-Fete“ anschlossen, war die offizielle Turnierfeier gestorben. Aber wir hatten eine tolle Nacht.

Am nächsten Tag entschuldigten sich die Veranstalter zwar für den Fauxpas, aber das Turnier war nicht mehr zu retten. Es wurde zwar zu Ende gespielt, aber die Luft war raus. Schade, hiervon hatten wir uns mehr versprochen.

Andreas Schmid