Deutsche Meisterschaften des VdEFC in Dortmund 1996

12.04.2004

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Der EFC unterwegs

Ein alles in allem denkwürdiges Turnier. Dieses Turnier hatte alles, was man so bei Fanclub-Turnieren erleben kann, aber kein Mensch braucht: Überforderte Turnierleitung, schlechte Gesamtorganisation, beklagenswertes DAB-Pils, betonharte Plätze und Schiedsrichter, die schon Probleme hatten, die Pfeife in der richtigen Richtung in den Mund zu stecken. Daß das Turnier trotzdem zu einem Erlebnis wurde, an das wir gerne zurückdenken lag vor allem an unseren Freunden von der SG Lünen/Dortmund.

Aber der Reihe nach: Das Turnier an sich lief so ab, daß wohl einige angemeldete Mannschaften nicht gekommen waren und so beim Spielplan improvisiert werden mußte. An und für sich kein Problem - nur ist es natürlich nicht schön, wenn die Gruppeneinteilung nicht klar, der Zeitplan unbekannt und der Modus nach dem gespielt wird irgendwie Alzheimer zum Opfer gefallen ist. So spielten wir unsere Spiele, wenn man uns sagte, daß es jetzt soweit sei und warteten ansonsten geduldig mit unseren Dortmunder Freunden auf die Dinge, die sich da noch ereignen sollten. Irgendwann teilte man uns mit, die Vorrunde sei beendet, wir als bester Gruppenzweiter für das Halbfinale qualifiziert.

Soweit so gut. Das war mehr als wir erwartet hatten, also konnten die Feierlichkeiten in Dortmund beginnen. Wir fuhren nach dem Duschen zu Koslowskis, wo die gesamte (!!!) EFC-Truppe übernachten sollte. Anschließend ging es in ein Lokal, wo wir ein kaltes Buffet (leider allzu wörtlich genommen) bestellt hatten und feierten: Die SG Lünen/Dortmund und der EFC Inheiden.

Besonders beeindruckend an diesem Abend war jedoch die Bedienung. Die konnte sich zwar nicht behalten, welches Getränk wohin kam und was es kosten sollte, dafür überzeugte jedoch ihr Oberweite jeden Kritiker, sodaß gerade unsere jungen Burschen den Abend mehr als unruhig wurden...

Wir hatten in dieser Nacht ziemlich ausgelassen gefeiert, aber das war ja nicht schlimm, am nächsten Tag wartete ja nur noch das Halbfinale und das Finalspiel auf uns - das bißchen ging sicherlich auch so. Ein typischer Fall von Denkste! Der Veranstalter hatte aus irgendeinem Grund während der offiziellen VdEFC-Feier, auf der wir natürlich nicht anwesend waren, den Modus geändert. Statt Halbfinale plötzlich Viertelfinale und auch noch viel früher, als man uns am Tag zuvor gesagt hatte. Was sollte man dazu noch sagen? Im Viertelfinale mußten wir gegen uns selbst und gegen Essen spielen, schafften ein Unentschieden. Im Elfmeterschießen hielt unser „Langer“ alles und wir standen doch im Halbfinale - gegen Echzell. Das Spiel verloren wir unglücklich mit 2:0.
Damit war der Ofen aus und das Turnier gelaufen. Das Spiel um Platz 3 schenkten wir uns und so wurden wir 4.

Was blieb ist die Erkenntnis, daß bei solchen Turnieren Fußball nur eine untergeordnete Rolle spielt und der Spaß, den man nebenbei hat, eigentlich mehr wert ist als jeder Pokal.

Andreas Schmid