Spiel ohne Grenzen 2002

12.04.2004

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Der EFC unterwegs

Wenn sich Erwachsene zum Affen machen, freiwillig im strömenden Regen Wasserbomben werfen oder aber kleine Eimerchen am Stöckchen, gefüllt mit Wasser über oder durch Hindernisse transportieren, kann das nur eines bedeuten: "Spiel ohne Grenzen" aller Ortsvereine in Inheiden.

So auch am 04. Mai 2002. Angetreten waren: Der Sportverein, die Landfrauen, der Opel-Club, die freiwillige Feuerwehr, der Segelclub, der Männergesangverein, der Radfahrerverein und wir, der EFC Inheiden.

Die Spiele und Aufgaben waren seit Mitte Februar bekannt, allerdings mußte aufgrund des Wetters vieles in die Halle verlagert werden. Der Stimmung tat das keinen Abbruch und so gingen die Teams - mehr oder weniger gut vorbereitet in die Spiele. Start war um 14.30 Uhr.

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Wasserbomben-Weitwurf, Werfer Dirk

Wir hatten als erstes den "Wasserbombenweitwurf" als Aufgabe zu lösen. Es ging darum, daß einer (Dirk Reitz) 20 Wasserbomben werfen mußte und die anderen fünf (Christian Kullbach, Daniela Müller, Frederic Scherf, Michael Stein, Anja Wockelmann) diese fangen sollten. Da es sowiedo regnete, machte der eine oder andere Bombenplatzer nichts aus und insgesamt lief es besser als gedacht.

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Wasserbomben-Weitwurf, Christian Kullbach

Ärgerlich war hinterher eigentlich nur, daß uns im letzten Moment der Mut verlassen hatte und wir nicht den Joker (führt zu doppelter Punktzahl) gesetzt hatten.

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Schrubberralley

Als nächstes stand die "Schrubberralley" auf dem Programm: Mit Latschen, Kittel und Kopftuch bekleidet, mußten 20 haushaltsübliche Gegenstände (z.B. Löffel, Schüsseln, Toaster) mit dem Schrubber über einen Slalomparcour befördert werden.
Es sah schon komisch aus, wie unsere männlochen Mitglieder verzweifelt versuchten, sich, den Schrubber und die Transportgegenstände einigermaßen über die Strecke zu bringen. Auch hier lief es eigentlich gar nicht so schlecht, wie zunächst befürchtet.

Im dritten Spiel "Phantasia", bei dem ein Teammitglied Begriffe mit Holzteilen (Kreise und Latten in verschiedener Länge) legen sollte und die anderen den Begriff raten mußten, lief es entgegen bekannter EFC-Schwächen gerade in diesem Bereich recht gut. Wenn man bedenkt, daß es gar nicht so einfach ist, Begriffe wie "Rollstuhl" oder "Kanarienvogel" mit Latten auf den Bühnenboden zu legen und das ganze dann auch noch erraten wurde. Immerhin hatten wir hier 21 von 24 möglichen Begriffen erraten, aber auch hier keinen Joker gesetzt.

Den Joker setzten wir dann -wie immer in den letzten Jahren- verkehrt: Beim Spiel "Eierlei". Hier wurde ein Spieler in einer Schubkarre über einen Slalom-parcour gefahren. Auf dem Kopf ein Eierbecher mit einem rohen Ei. Aufgabe war es, das Ei unbeschädigt ins Ziel zu bringen. Obwohl wir von 20 Eiern 16 ins Ziel brachten, landeten wir hier in der Wertung im hinteren Bereich, sodaß der Joker hier kein "Winner" wurde.

Nach der obligatorischen Pause, ging es schließlich weiter mit dem "Inheidener Allerlei": Ein "Chaos-Spiel", da innerhalb des Spiels 8 verschiedene Aufgaben gelöst werden mußten.
Zunächst wurden 3 Teams à 2 Spieler gebildet, die nach der Startaufgabe, Paniermehl zu "trinken" und dann zu pfeifen - in die einzelnen Stationen gingen.
- Apfel in einer Wasserschüssel essen
- 3 Euro-Stücke auf Styroporscheiben werfen, die auf Wasser schwimmen
- Parkplatzprobleme lösen (Logikspiel)
- Würfelpuzzle lösen
- Hufeisenzielwurf
waren Spiele, die relativ schnell gelöst wurden. Probleme gab es beim "Heißen Draht", beim "Märchen-Erkennen", was doch längere Zeit in Anspruch nahm als gedacht. Beim Tangramm bissen sich unsere Spieler jedoch die Zähne aus.

Wesentlich besser lief es beim "Wassertransport". Unsere Teams liefen sich die Lunge aus dem Hals und schafften im Dauerregen ein Rekordergebnis: 4 volle 10-Liter-Eimer plus 13cm in 12 Minuten zu transportieren hatte kein Team vorher geschafft. Ein stolzes Resultat.

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Geschicklichkeitsspiel

Zu einem "Horrorspiel" aus unserer Sicht entwickelte sich das anschließende Geschicklichkeitsspiel: Auf einer schrägen Wand war ein Ball nach oben zu transportieren und in ein Zielloch zu verbringen. Der Tischtennisball lag auf einem Balken, der an zwei Schnüren nach oben gezogen werden mußte. Auf jeder Seite ein Spieler, der zog. Tja, was soll man sagen: Hier gelang nicht der große Wurf und es war gut, daß das Spiel nach 12 Minuten zu Ende war...

Ein Höhepunkt jedes "Spiel ohne Grenzen" ist eigentlich die Abschlußstaffel.
In diesem Jahr, sprach sich die Mehrheit der Mannschaften dafür aus, darunter auch wir, aufgrund des besch... Wetters auf das Spektakel auf dem Sportplatz zu verzichten.

Also begann das Warten auf die Sonderaufgabe. Die Sonderaufgabe war seit Februar allen Teams bekannt: Aus Müll (Gelber Sack) sollten 3 verschiedene Kleidungsstücke hergestellt und an diesem Abend in Form einer kleinen Modenschau präsentiert werden.
Beeindruckend hier vor allem die Ergebnisse der Landfrauen und des Männergesangvereins.
Aber auch unser Team machte aus der Not eine Tugend und Frederic Scherf konnte Dirk Reitz im "Bürsten-Trenchcoat", Michael Stein mit einem "Folien-Rock" und "Topf-Reiber-BH" und Daniela Müller in einer gehäkelten(!) "Tüten-Weste", "Topf-Reiber-Rock" und einem Mantel im "Tüten-Look" präsentieren.
Wir waren zwar bei der Sonderaufgabe nicht die besten, aber, und das gereichte zum Trost, auch nicht die Schlechtesten.

Nach der Sonderaufgabe wartete alles gespannt auf die Siegerehrung. Thomas Stein, der Chef des JRK dankte allen Beteiligten und wies auf zwei Regeln hin:
1. Der letztmalige Sieger wird in 80% der Fälle beim nächsten Mal Letzter - so war es auch 2002: 8. und Letzter, der Sieger aus 2000: Sportverein Inheiden.

Die zweite Regel lautete: Es siegt immer eine Mannschaft, die noch nie gewonnen hat: Da zum Schluß nur noch die Landfrauen und der Männergesangverein übrig waren, war klar: Sieger 2002 - die Landfrauen.

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Die Landfrauen und die Mannschaft des EFC

Der Männergesangverein gewann zum Trost jedoch noch den Oscar für die beste Ausführung der Sonderaufgabe.

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Die Mannschaft des EFC Inheiden

Und wir? Hätten wir den Joker an der richtigen Stelle gesetzt, wären wir Zweiter gewesen, so langte es zum 4. Platz. Aber was sollte es. Wir freuten uns über das richtig gute Mannschaftsergebnis und die tolle Stimmung, die bei uns den ganzen Tag über geherrscht hatte.

Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals den Landfrauen zum Gewinn des "Spiel ohne Grenzen 2002" und dem Männergesangverein zum Gewinn des "Oscars 2002".

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal...