Time out

Ausgabe vom 27.03.2004

29.03.2004

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Time Out

Manchmal fragt man sich schon, welche Art Mensch denn der EC-Fan bitte schön ist. Wieso fahren 400 Unverbesserliche zum 2.Play-Off-Spiel nach Regensburg? Weil sie glauben, daß das Spiel sowieso verloren wird? Nein, weil sie an die Stärke der Mannschaft glauben und diese das auch spüren lassen. Da stehen vierhundert Leute wie eine Wand hinter der Mannschaft und diese dankt es mit cleverem Spiel und einem geilen Sieg! Allein die Reaktion von Pyka nach seinem 1:0 in Regensburg, als er am liebsten zu den Fans gekommen wäre und jeden einzeln gedrückt hätte, zeigte daß sehr viele Emotionen im Verhältnis Mannschaft - Fans im Spiel waren. Das beständige Anfeuern in Regensburg einhergehend mit dem Verlust so mancher Stimme, hatte die Mannschaft erreicht und auch die Regensburger Fans beeindruckt!

Beim 2.Play-Off-Heimspiel dann das genaue Gegenteil: 3000 Leute sind da und erwarten wohl, daß man nun die Regensburger an die Wand spielt und mit einem Feuerwerk an Toren nach Hause schickt. Dies ist jedoch eine Fehleinschätzung, so kann man nicht kalkulieren und die Regensburger sind eine verdammt starke Mannschaft mit einem verdammt starken Trainer! Kaum läuft es nicht so wie erwartet, fangen viele der selbsternannten "Eishockey-Experten" an zu pfeifen und buhen die Mannschaft aus, womit sie nur zu deutlich zeigen, daß sie von diesem Sport keine Ahnung haben! Die Steigerung der Charakterlosigkeit ist dann noch, nach dem Ausgleich innerhalb einer Minute im letzten Drittel, so zu tun, als hätte man es schon immer gewußt und es sei (Zitat) "ja klar gewesen, daß wir gegen Regensburg gewinnen!" Nur, um nach dem Penalty-Schießen kund zu tun, das sei es ja dann wohl gewesen, um sich bis zur nächsten Saison, in der Regionalliga, zu verabschieden. Ich bin mal gespannt, wieviele dieser Leute am Sonntag beim alles entscheidenden Spiel dann doch wieder da sind! Wahrscheinlich alle!

Es geht hier nicht darum , eine mittelmäßige Leistung schön zu reden, aber so motiviert man keinen, alles zu geben und bis an die Grenze der eigenen Leistung zu gehen! Die Kritik sollte während der Play-Off-Spiele zurückgehalten werden, man kann sie hinterher äußern, wenn alles vorbei ist. Mit einem solchen Verhalten, wie am letzten Dienstag, mache ich nur den Gegner stark! Leute, die die ganze Saison gesehen haben, wissen, daß die Mannschaft an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann, aber an einem Schlechten wahrscheinlich auch gegen so ziemlich alle Mannschaften verlieren würde!

Am meisten ärgert mich dann noch, daß ausgerechnet die Leute, die sich in dieser Saison noch gar nicht im Stadion haben blicken lassen (sogenannte Play-Off-Gesichter), die größten Miesepeter sind! Die sollen gefälligst auch in den Play-Offs zu Hause bleiben! Die stören nur und machen die Stimmung kaputt! Sie können das Eintrittsgeld ja auch dem EC oder der Jugend spenden, dann tun sie wenigstens etwas Gutes!
So das mußte mal gesagt werden! Denn das Motto: "Auf geht`s Nauheim kämpfen und siegen!" gilt nicht nur für die Mannschaft, sondern für alle: Spieler, Trainer Manager und Fans! Nur wenn alle an einem Strang ziehen, wenn möglich in die gleiche Richtung, kann das Projekt Meisterschaft gelingen! Ob wir dann wirklich in die DEL gehen sollten, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Sollten wir vor dem Erreichen des Finales ausscheiden, muß man über die gemachten Fehler sprechen und auch gewisse Dinge kritisieren, aber jetzt ist nicht die Zeit dazu! In diesem Falle steht uns sowieso eine spannende Zeit bevor, bis wir wissen werden, wie und wo es nächstes Jahr mit dem Eishockey in Bad Nauheim weitergeht.

Aber wir schaffen das: TEUFEL GEBEN NIEMALS AUF!

In diesem Sinne bis zum Finale!

Euer Schmiddi